Musik und Tanz

Cha-Cha-Cha Tanzen

Dezember 28th, 2007

Der Cha-Cha-Cha wurde Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts von dem kubanischen Musiker Enrique Jorrín erfunden. 1951 machte er den typischen Rhythmus unter dem Namen “Neodanzón” in Kuba bekannt. 1953 nahm Jorrín die Hits “La Engañadora” und “Silver Star” auf. Der neue Rhythmus kam beim Publikum sehr gut an und inspirierte die Tänzer zu einem Tanzschritt, der den Grundschritt des Mambo um einen schnellen Wechselschritt ergänzte, der auf dem Boden den typischen rhythmischen cha cha cha-Klang verursachte. Dies inspirierte Jorrín zu entsprechenden umgesetzten Gesangseinlagen. Die hieraus entstandene rhythmische Zählweise 2-3-cha-cha-cha gab letztendlich dem Tanz seinen Namen.
Seine zügige weltweite Verbreitung erfolgte über Mexiko und die USA. 1955 wurde der Cha-Cha-Cha zum Modetanz erklärt. Da der Rhythmus des Cha-Cha-Cha durch das Weglassen der Synkopen für die weiße Bevölkerung einfacher zu tanzen war, löst der neue Tanz schnell den schwierigeren Mambo ab. 1962 wurde der Cha-Cha-Cha zum offziellen Turniertanz – eine schnelle Karriere innerhalb von zehn Jahren! Seitdem gehört der Tanz zu den Standardtänzen und wird überall auf der Welt in den Tanzschulen angeboten.
Cha-Cha-Cha ist ein heiterer Tanz, der in offenen und geschlossenen Figuren variiert und als stationärer Tanz bezeichnet wird. Der bekannteste Grundschritt des Cha-Cha-Cha besteht aus einem Vorwärts- und einem Rückwärtsteil, die auf die Taktschäge “2“ und “3“ ausgeführt werden sowie einem Chasses (Schleifen der Füße auf dem Boden) auf “4″ und “1“.
In den Turnieren zeigen die Cha-Cha-Cha-Choreographien häufig offene Figuren, wobei die Partner ohne Berührung tanzen. Es wird mehr in halboffener als in geschlossener Tanzhaltung getanzt, wobei eine Kontrolle des Oberkörpers wichtig ist, da die Hüftbewegungen schnell sind. Zur Haltung der Balance und zur optischen Vergrößerung für die Präsentation unterstützen die Arme dabei den Spannungsaufbau in den Schultern.

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