Samba Tanzen
Die Samba, die als Ausdruck von Lebensfreude und überschäumenden Temperament hierzulande unmittelbar mit dem Karneval in Rio assoziiert wird, hat ihre allerersten Ursprünge in Afrika. Afrikanische Sklaven, die im 19. Jahrhundert aus dem Kongo, dem Sudan und Angola nach Brasilien verschleppt wurden, entwickelten die ersten Samba-Rhythmen, die auf den Rhythmen ihrer Heimatländer basierend, auf “Batuques” getrommelt wurden. Die sogenannte “Samba de Roda” – ein Kreistanz – ist der Ursprung der heutigen brasilianischen Samba.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Samba weltweit durch und erreichte in Deutschland durch eine in Schlagermanier versimplifiziertere Form große Popularität.
Der ursprünglich schwarze Tanzstil gehört in seiner europäischen Variante zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen und hat mit der ursprünglichen brasilianischen Tanzform nichts mehr zu tun. Typisch für die Samba sind schnelle Hüftbewegungen und das sogenannte Bouncen – die typischen Vor-und-Zurück-Bewegungen des Unterkörpers durch leichtes Strecken und Beugen des Standbeinknies, wobei der Oberkörper immer in der gleichen Höhe bleibt.
Die Samba wird bei einem Tempo von 50 bis 53 Takten in der Minute getanzt, wobei es verschiedene Rhythmen in der gibt. Es wird zwischen Körper- und Fußrhythmus unterschieden. Der Körperrhythmus wird durch eine charakteristische Vorwärts-Rückwärtsbewegung der Hüften wiedergegeben, jeweils auf “slow”. Je nach Art der getanzten Figur entsteht ein unterschiedlicher Rhythmus der Füße. In einigen Figuren wird hiervon ein “slow” aufgelöst, so dass sich ein Rhythmus “Slow-quick-quick-quick-quick-quick-quick” ergibt. Möchte man sich den brasilianischen Ursprüngen des Tanzes nähern, so können mehr als eine Vor-Rückbewegung der Hüfte auf einen Schlag getanzt werden, wobei hierbei drei Hüftbewegungen pro Takt möglich sind. Diese sogenannten Batucadas sind ebenfalls eine Bezeichnung für eine weitere Stilrichtung der Samba.