Rueda de Casino
Rueda de Casino
Ursprünglich kommt die Rueda de Casino aus Kuba und ist eine Variante im Rhythmus des Salsa-Tanzes. Er wird paarweise in Gruppen getanzt, wobei zwei bis zwölf oder auch mehr Paare möglich sind. Rueda ist spanisch und heißt in der Übersetzung Rad. Der Name deutet an, dass alle beteiligten Paare einen Kreis bilden, wobei sie jeweils die gleichen Figuren tanzen. Charakteristisch sind die Anweisungen des Sängers, die von den Paaren oftmals in Tanz-Improvisation umgesetzt werden.
Die Figuren sind im Gegensatz zum Square Dance, bei dem ebenfalls zu Kommandos getanzt wird, nicht normiert. Von anbietenden Tanzschulen werden gerade für Anfänger allerdings auch standardisierte Figuren vermittelt. Typisch für den Rueda de Casino sind Partnerwechsel, laute Ausrufe und sexuell anzügliche Figuren, was diesen Tanzstil zusammen mit dem populären Salsa-Rhythmus bei jungen Tänzern sehr beliebt macht.
Eine Rueda beginnt traditionell in der Tanzhaltung und wechselt dann nach ein paar Figuren in den Casino-Schritt. Für Anfänger empfiehlt es sich, die getanzten Figuren vorher zu vereinbaren, ansonsten bricht das Chaos aus! Neben vielen Figuren können auch kettenförmige oder sternförmige Formationen getanzt werden.
Bei sehr vielen Paaren kann man mehrere Kreise ineinander bilden. Einer der Tänzer wird zum “Cantantes” erklärt, der die Figuren ansagt, die als nächstes getanzt werden sollen. Der Ansager sollte neben einem guten Timing für die Kommandos auch über eine kräftige Stimme verfügen, um die Musik zu übertönen.
Die Rueda de Casino hat regional ihre eigenen Stile entwickelt. So wird sie in Miami, wo sie durch Exil-Kubaner Verbreitung gefunden hat und standardisierter ist, anders getanzt als beispielweise in kleineren Clubs in Havanna, wo die spontane Improvisation eine größere Rolle spielt.