Musik und Tanz

Rueda de Casino

Dezember 28th, 2007

Rueda de Casino

Ursprünglich kommt die Rueda de Casino aus Kuba und ist eine Variante im Rhythmus des Salsa-Tanzes. Er wird paarweise in Gruppen getanzt, wobei zwei bis zwölf oder auch mehr Paare möglich sind. Rueda ist spanisch und heißt in der Übersetzung Rad. Der Name deutet an, dass alle beteiligten Paare einen Kreis bilden, wobei sie jeweils die gleichen Figuren tanzen. Charakteristisch sind die Anweisungen des Sängers, die von den Paaren oftmals in Tanz-Improvisation umgesetzt werden.
Die Figuren sind im Gegensatz zum Square Dance, bei dem ebenfalls zu Kommandos getanzt wird, nicht normiert. Von anbietenden Tanzschulen werden gerade für Anfänger allerdings auch standardisierte Figuren vermittelt. Typisch für den Rueda de Casino sind Partnerwechsel, laute Ausrufe und sexuell anzügliche Figuren, was diesen Tanzstil zusammen mit dem populären Salsa-Rhythmus bei jungen Tänzern sehr beliebt macht.
Eine Rueda beginnt traditionell in der Tanzhaltung und wechselt dann nach ein paar Figuren in den Casino-Schritt. Für Anfänger empfiehlt es sich, die getanzten Figuren vorher zu vereinbaren, ansonsten bricht das Chaos aus! Neben vielen Figuren können auch kettenförmige oder sternförmige Formationen getanzt werden.
Bei sehr vielen Paaren kann man mehrere Kreise ineinander bilden. Einer der Tänzer wird zum “Cantantes” erklärt, der die Figuren ansagt, die als nächstes getanzt werden sollen. Der Ansager sollte neben einem guten Timing für die Kommandos auch über eine kräftige Stimme verfügen, um die Musik zu übertönen.
Die Rueda de Casino hat regional ihre eigenen Stile entwickelt. So wird sie in Miami, wo sie durch Exil-Kubaner Verbreitung gefunden hat und standardisierter ist, anders getanzt als beispielweise in kleineren Clubs in Havanna, wo die spontane Improvisation eine größere Rolle spielt.

Milonga Tanzen

Dezember 28th, 2007

Milonga

Die Bezeichnung Milonga bezeichnet sowohl die Milonga als schnelle Vorläuferin des Tango als auch eine Tanzveranstaltung, auf der sich Tangotänzer treffen, um sowohl Tango, Milonga als auch den Vals zu tanzen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Milonga in Südamerika entwickelt. Sie ist ein Mischung aus den Tänzen der eurpoäischen Einwanderer wie Walzer, Polka und Mazurka. Diese verbanden sich mit der Musik der Schwarzen und Kreolen. Ein unmittelbarer Vorläufer der Milonga ist die Candombe, ein zeremonieller Tanz der schwarzen Einwanderer. Dieses Sammelsurium an verschiedenen Stilen zusammen mit den Gesängen der Gouchos verschmalz schließlich zu der Milonga. Um 1880 begann man in Buenos Aires auch zu dieser Musik zu tanzen. Zunächst noch als fröhliche und schnelle Weise intoniert entwickelte sich später der schwermütigere Tango.
Die Milonga als Tanz wird im 2/4- oder 4/4-Takt notiert. Die Milonga wird in enger Umarmung getanzt, was einerseits eine genaue Führung durch den Mann voraussetzt, andererseits die Fähigkeit der Frau, die Führungsimpulse zu erkennen und umzusetzen.
Tangotänzer treffen sich zu speziellen Tanzveranstaltungen, dem Milongas. Rund um die Tanzfläche sind Tische angeordnet, es werden Tango, Milonga und der Vals getanzt. Jeweils drei bis fünf Musikstücke eines Typs bilden sogenannte Tandas. Milongas finden regelmäßig statt. Es werden vor Beginn oder auch während auch Tanzkurse oder Übungen angeboten. Der Ablauf einer Milonga wird durch verschiedene Verhaltensmuster geprägt, die sich von Veranstaltung zu Veranstaltung unterscheiden können. Auf einer traditionellen Milonga wird durch Aufnahme von Blickkontakt zum Tanz gebeten, wobei der Mann immer die Frau auffordert. Zwischen den Stücken sind gepflegte Small Talks üblich. Am Ende einer Tanda bedankt und verabschiedet man sich und der Mann begleitet die Frau zu ihrem Platz zurück.

Merengue Tanzen

Dezember 28th, 2007

Der Legende nach soll der Name des Tanzes Merengue seinen Namen ursprünglich aus der Schweiz haben, denn in dem Ort “Meiringen” sollen die “Baisers” erfunden worden sein. In Frankreich nannte man sie später “Meringues”. Sie wurden während der Kolonialzeit in der Karibik von den Franzosen mit nach Haiti gebracht und da Zucker der Hauptexportartile der Insel Hispaniola war, war die Verbindung zur Merengue geschaffen – zumindest nominel. Selbstverständlich gibt es noch weitere Theorien über die Enstehung.

Der Tanz an sich wurde von der Landbevölkerung Mitte des 19. Jahrhunderts getanzt. Ausgerechnet der Diktator Rafael Trjillos nutzte den Merengue in der 30er Jahren zu Propagandazwecken und ließ die Musik über die Radiostationen verbreiten. Nach dessen Tod 1961 erfuhr der Merengue weltweite Verbreitung erreichte in der Dominikanischen Republik Kultstatus.

Das berühmte “Festival del Merengue” im Juli in Santo Domingo ist der wichtigste Musik-Wettbewerb des Merengue.
Der Tanz wurde ursprünglich mit den ländlichen Instrumenten Tamboras, Guiras und dem Akkordeon begleitet. Lediglich zwei bis vier Musiker – auch “perico ripiaos” genannt – spielten auf kleineren Fiestas. Später kamen im großen Stil Piano, Bass und Blechbläser dazu. Später vermischte sich der Merengue mit Hip-Hop- und House-Elementen. Die Texte der Merengues beziehen sich auf enttäuschte Liebe, Frauen und Sehnsucht. Es werden aber auch mit lateinamerikanischem Humor alltägliche Themen aufgegriffen, die teilweise auch keine Sozialkritik auslassen.

Merengue wird als Paartanz getanzt. Mit jedem Taktschlag erfolgt gleichmäßig ein Schritt nach vorn, nach hinten oder zur Seite. Für den Tanzstil typisch ist eine markante Hüftbewegung bei jedem Schritt, wodurch der Merengue dem ihm eigene erotische Ausstrahlung erhält. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise, wobei die offene Tanzhaltung eher selten ist. Eine wichtige Rolle spielen bei den Drehungen die Arme, welche einzelne so genannte Wickefiguren und aufwändige Kombinationen erzeugen.

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Mambo tanzen lernen

Dezember 28th, 2007

Ursprünglich bezeichnet das kreolische Wort Mambo ein Gebet oder eine heilige Handlung und stammt aus dem afrikanisch geprägten Kuba.

Den ersten echten Mambo schuf Dámaso Pérez Prado. Er schuf unter anderem den allgemein bekannten “Mambo No. 5″, der vor gut zehn Jahren von Lou Bega gecovert wurde. Prado übernahm den Monzuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu entstandene Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Doch dieser Stil blieb nicht lange bestehen. Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner während des Zweiten Weltkrieges in die USA und speziell nach New York, wurde der Mambo durch die wechselseitige Beeinflussung um einige Stilelemente des Jazz ergänzt. Diese neue Mixtur ist bis heute als der Mambo bekannt. Die Ursprünge sind lediglich nur noch auf alten Plattenaufnahmen erhalten.
Mitte der 50er Jahre erreichte der neue New Yorker Mambo auch Europa, wo er sich sehr schnell einer großen Beliebtheit erfreute. Da bald einfachere und weniger komplexere Rhythmen wie Rumba oder Cha-Cha-Cha die Tanzflächen eroberten, verschwand der Mambo bald wieder von der Bildfläche.
Der Grundschritt beginnt auf dem zweiten Taktschlag, wobei der Herr mit Links nach vorne, die Dame mit Rechts nach hinten geht. Alle Schritte werden klein und zügig ausgeführt. Daneben gibt es eine Vielzahl an Figuren. Typisch für den Mambo sind Cross Body Lead, Scallop und Natural Top sowie die Abwandlung Open Break to Natural Top.
Der Mambo gehört nicht zum Welttanzprogramm, weshalb er nicht zum normalen Kursangebot einer Tanzschule gehört. Tatsächlich wird der echte Mambo kaum noch gelehrt. Von einigen Kursanbietern werden Salsakurse fälschlicherweise als Mambo-Lehrgang verkauft. Wer den Mambo trotzdem in einem Tanzkurs lernen will, sollte sich deshalb vorher informieren, ob es sich tatsächlich um den echten Mambo oder nicht vielmehr um Salsa handelt.

Lambada Tanzen

Dezember 28th, 2007

Lambada hat sich in den 1980er Jahren aus einer Kombination aus den Tanzstilen Carimbo und Merengue entwickelt und ist ein aus Brasilien stammender Paartanz.

Bekannt wurde der rhythmische Lambada, der sehr eng getanzt wird, 1989 durch den gleichnamigen Hit der Gruppe Kaoma. Der Song war eine portugisische Coverversion eines Stückes der bolivianischen Gruppe Los Kjarkas mit dem Titel “Llorando se fue” aus dem Jahr 1982, dennoch erlebte der neue Tanz nach dem Hit von Kaoma ein Eigenleben und löste einen kurzen Boom in den Tanzschulen aus, der sich aber ebenso schnell wieder auflöste. Nach 1994 tanzten die Brasilianer vermehrt zu Zouk. Der Tanzstil veränderte sich in der Art, so dass die Tänzer ihren Tanzstil nicht mehr nur Lambada nannten, sondern auch Lambada/Zouk, Lambazouk oder Zouk Brazilian Style. Dieser neu entwickelte Tanz besteht aus weichen, fließenden Bewegungen mit vielen Körperrollen, Kopfrollen und Cambrés für die Frau.
Heutzutage haben sich bereits verschiedene Stile innerhalb des Lambada/Zouk entwickelt, wobei man sich bei der Namensgebung immer noch nicht einig ist. Es haben sich dabei zwei regionale Stile herauskristallisiert: der Lambada/Zouk-Stil aus Rio de Janeiro und der Stil aus Porto Seguro. Der Tanzstil aus Rio de Janeiro charakterisiert sich durch tiefe Cambrés und Tables aus. Im Stil von Porto Seguro erfolgen die schnellen Chicotes, wobei der Kopf der Frau nach hinten geworfen wird und Bonecas, bei denen der Kopf der Frau sich in einer Acht bewegt. Bei all diesen Bewegungen gilt zu beachten, dass der Brustkorb das tragende Element des Kopfes ist. Dieser Tanz ist nicht stationär, sondern sehr dynamisch, was der Umsetzung verschiedener Musikstile zugute kommt.

Heute wird Lambada/Zouk getanzt in: Brasilien, Argentinien, USA, England, Holland, Spanien, Portugal, Schweiz, Japan und Australien. Im brasilianischen Bundesstaat Bahia wird der lambada-ähnliche Rhythmus Arrocha gespielt.

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