Musik und Tanz

Salsa/Merengue – ein Paartanz nach südamerikanischer Salsa-Musik

April 3rd, 2008

Einen Kurs Salsa/Merenge bietet die Volkshochschule der Hansestadt Rostock jetzt an. Am Anfang lernen die Teilnehmer die Knie- und Hüftbewegungen, die typisch für Salsa und Merengue sind und sich im Rhythmus mitschwingen lassen.

Zu den Tanzschritten kommen Drehungen hinzu, so dass sie bald an der pulsierenden Lebensfreude teilhaben werden, die in der karibischen Musik liegt. Nach Möglichkeit sollten sich Interessenten paarweise anmelden. Glatte Tanz- bzw. Gymnastikschuhe (keine Absatzschuhe) sollten mitgebracht werden.

Der Kurs beginnt am 11. April 2008 und findet von 18.30 bis 20 Uhr in der Volkshochschule der Hansestadt Rostock, Alter Markt 19, statt. Nähere Informationen und Anmeldungen unter Telefon 0381-4977026.

Wer von ausserhalb kommt, kann gleich in einem Hotel im Ostseebad Nienhagen übernachten. Die Hotels sind überwiegend mit Saal / Tanzbaar ausgestattet und es können gleich die Salsaschritte ausprobiert werden. Der Ferienpark Seepferdchen bietet im Sommer ebenfalls Tanzabende an.

Vals Tanzen

Januar 28th, 2008

Der Vals ist eine mit dem Walzer gekreuzte Tanzvariante des Tango Argentino und heißt in der vollständigen Bezeichnung Vals Cruzado.
Es ist wahrscheinlich, dass der Walzer im 19. Jahrhundert durch europäische Einwanderer nach Südamerika importiert wurde und man bei gleichzeitiger Entwicklung des Tangos begannen, den Tango im Walzer-Takt zu tanzen. Dies ist insofern wenig verwunderlich, da zu Zeiten verstärkter Immigration in Südamerika sich die verschiedensten afrikanischen, spanischen, französischen, englischen und kreolischen Tanzstile in einem permanenten Entwicklungsstadium befanden und die Tanzstile häufig vermischt wurden.

Bei der Entstehung des Tango wurde ähnlich mit den verschiedenen Musikstilen improvisiert. Fortan wurde der Vals wird wie der Wiener Walzer im 3/4-Takt gespielt. Der Vals wird mit den gleichen Schrittelementen getanzt wie der Tango, allerdings viel weicher und in seinem Dreier-Rhythmus. Daher müssen für den Paso basico in einem Takt 2 Schritte in der Zeit halbiert werden, bzw. 2 Schritte werden verdoppelt. Das heißt, dass der 3. und 4. Schritt auf ein Taktteil komprimiert wird, denn der 4. Taktteil ist beim Walzertakt nicht vorhanden. Beim Pasa Basico (Grundschritt) wird der 4. und 5. Schritt und der 7. und 8. Schritt verdoppelt.

Im Gegensatz zum Tango Argentino werden beim Vals keine stoppenden Figuren und Schritte verwendet, sondern eher schwingend, in einem kontinuierlichen Fluss und wenig raumgreifend getanzt.

Wegen der unterschiedlichen Adaptionen des Walzers in Lateinamerika ist eine Unterscheidung in Vals cruzado – im Gegensatz zumVals criollo oder zum Vals Peruano üblich.

Seine Bedeutung als Variante des Tango Argentino erhält er durch die Beliebtheit bei den Milongas (Bezeichnung für die Tango Argentino-Tanzabende). Neben dem klassischen Tango und dem Tanz Milonga stellt der Vals einen Hauptanteil, der auf keinem Tanzabend fehlen sollte.

Tango Tanzen

Januar 12th, 2008

Der Tango hat seine Ursprünge Mitte des 19. Jahrhunderts in Südamerika. Einwanderer, Kreolen und Schwarze tanzten in den Kneipen, Tanzsälen, auf Tanzfesten und auf der Straße Walzer, Polka, Mazurka und Habanera. Aus diesem Mix urbaner Musik mit den ländlichen Gesängen der Gauchos entstand die Milonga. Um 1880 begann man in Buenos Aires auch zu dieser Musik zu tanzen. Später verlangsamte sich dieses leichte, fröhliche Lied zum ernsteren Tango, der die durch die damalige hohe Arbeitslosigkeit bedingte soziale Not und den Liebeskummer besang. Violine, Gitarre und Flöte waren zunächst die Standardinstrumente der durch Kneipen und Straßen ziehenden Musiker in den Hafenvierteln und Vorstädte von Bueonos Aires und Monte Video. In einem Milieu von Arbeitslosigkeit, Kleinkriminalität und Prostitution wurde der Tango zum Ausdruck existentieller Not und menschlicher Einsamkeit. In der argentinischen Oberschicht galten der neue Tanz und die Musik, aufgrund ihres Ursprungs zunächst als Ausdruck von Verkommenheit und Verarmung.
Ab 1910 wurde der internationale Tango in Europa populär. Die oft stilisiert ästhetisch und schwungvoll wirkenden Figuren des modernen Tangos als Turniertanz haben mit dem ursprünglichen melancholischen Ausdruck des Tanzes der früheren Elendsviertel von Bueonos Aires nichts mehr gemeinsam.
Obwohl es sich bei dem heutigen Tango Argentino um einen Improvisationstanz handelt, hat sich eine Vielzahl von Tanzelementen herausgebildet. Die Grundelemente des Tango Argentino sind zunächst einfaches Gehen, das “Caminar“, Stopps und Drehungen. Argentinische Tangolehrer entwickelten als gliederndes Grundelement eine Schrittkombination, die sie “Base“ genannt haben: sie besteht aus acht Schritten bzw. Positionen entsprechend den acht Zählzeiten eines Liedteiles.
Typische Merkmale des Tanzes sind die so genannten “Achten“ bzw. “Ochos”, die vor allem von den Frauen getanzt werden. Dabei zeichnen die Füße der Tänzerin auf dem Boden eine Acht. Diese Acht kann in Vorwärts- wie Rückwärtsrichtung getanzt werden. Drehungen (“Giros“ oder “Molinetas“) sind ebenfalls sehr beliebt. Weitere Elemente sind die Bein-Haken in der Luft und die Bein-Haken am Partner, mit denen die Bewegungsrichtung schwungvoll geändert wird. Alle Tanz-Elemente werden immer in Bezug zur Musik interpretiert. Viele Tangostücke weisen Rhythmuswechsel auf. Diese unterschiedlichen Tempi gilt es geschickt umzusetzen, wobei gleichzeitig auf den Partner eingegangen werden muss.

Samba Tanzen

Januar 5th, 2008

Die Samba, die als Ausdruck von Lebensfreude und überschäumenden Temperament hierzulande unmittelbar mit dem Karneval in Rio assoziiert wird, hat ihre allerersten Ursprünge in Afrika. Afrikanische Sklaven, die im 19. Jahrhundert aus dem Kongo, dem Sudan und Angola nach Brasilien verschleppt wurden, entwickelten die ersten Samba-Rhythmen, die auf den Rhythmen ihrer Heimatländer basierend, auf “Batuques” getrommelt wurden. Die sogenannte “Samba de Roda” – ein Kreistanz – ist der Ursprung der heutigen brasilianischen Samba.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Samba weltweit durch und erreichte in Deutschland durch eine in Schlagermanier versimplifiziertere Form große Popularität.

Der ursprünglich schwarze Tanzstil gehört in seiner europäischen Variante zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen und hat mit der ursprünglichen brasilianischen Tanzform nichts mehr zu tun. Typisch für die Samba sind schnelle Hüftbewegungen und das sogenannte Bouncen – die typischen Vor-und-Zurück-Bewegungen des Unterkörpers durch leichtes Strecken und Beugen des Standbeinknies, wobei der Oberkörper immer in der gleichen Höhe bleibt.

Die Samba wird bei einem Tempo von 50 bis 53 Takten in der Minute getanzt, wobei es verschiedene Rhythmen in der gibt. Es wird zwischen Körper- und Fußrhythmus unterschieden. Der Körperrhythmus wird durch eine charakteristische Vorwärts-Rückwärtsbewegung der Hüften wiedergegeben, jeweils auf “slow”. Je nach Art der getanzten Figur entsteht ein unterschiedlicher Rhythmus der Füße. In einigen Figuren wird hiervon ein “slow” aufgelöst, so dass sich ein Rhythmus “Slow-quick-quick-quick-quick-quick-quick” ergibt. Möchte man sich den brasilianischen Ursprüngen des Tanzes nähern, so können mehr als eine Vor-Rückbewegung der Hüfte auf einen Schlag getanzt werden, wobei hierbei drei Hüftbewegungen pro Takt möglich sind. Diese sogenannten Batucadas sind ebenfalls eine Bezeichnung für eine weitere Stilrichtung der Samba.

Salsa Tanzen Lernen

Dezember 28th, 2007

Salsa – wer denkt da nicht an kubanische Rhythmen und karibische Lebensfreude? In der Tat sind die ersten Ursprünge des überall auf der Welt populären Tanzes in Europa des 17. Jahrhunderts und – wen wunderts – in Afrika zu finden.
Franzosen und Spanier brachten den sogenannten Contredanse – einen damals verbreiteten Gruppentanz – zu Zeiten ihrer Kolonialherrschft auf die karibischen Inseln. Auf Hispaniola, dem heutigen Haiti und der Dominikanischen Republik begehrten französische Plantagenbesitzer gegen ihre Kolonialmacht auf und mussten zusammen mit ihren Sklaven auf das benachbarte Kuba fliehen. Franzosen und Afrikaner brachten so ihre Musik mit und so entstanden in Kombination mit der Gitarrenmusik der spanischen Einwohner Kubas die ersten Salsa-Rhythmen, die durch die afrikanischen Trommeln dominiert wurden. Die ersten Salsa-Sessions waren Improvisationen der einzelnen Musiker und Zuhörer, die sich im Rhythmus zur Musik mit Schultern, Oberkörper, Hüften und Knien wiegten.
Bis heute hat sich die Salsa regional zu unterschiedlichen Stilen entwickelt.
Auf Kuba unterscheidet man zwischen dem “Urbano”, der in Havanna häufiger Verbreitung findet, wobei der Mann oft lediglich im Stand die Frau um sich herumführt, und dem ländlichen “Montuno” mit wesentlich mehr Arm- und Oberkörperbewegung.
Die Salsa hat eine nicht unwesentlich erotische Komponente, dient sie auch zur Werbung um das andere Geschlecht. Die Sinnlichkeit des Tanzes heißt dabei allerdings nicht unbedingten engen Körperkontakt – die Partner umkreisen sich in vielen karibischen Tänzen oft ohne Berührung.
Der “New York Style” entwickelte sich unter kubanischem und puerto-ricanischem Einfluss in den 70er Jahren. Durch stilisierte Tanzschulelemente erfuhr die Salsa mehr Standardisierung. Zehn Jahre später entwickelte sich an der amerikanischen Westküste der “L.A.-Style”. Der “Cumbia Style” schließlich fand als weitere kolumbianische Variante Einzug in die USA.
Im Wesentlichen unterscheiden sich die Samba-Stile nicht so voneinander, dass man nicht mit Partnern aus anderen Tanzschulen tanzen könnte. Allen ist der Grundschritt und die Basisdrehung des “Cross body lead” gemeinsam.

Technorati Tags: , ,

Nächste Seite »