Swing Tanzen
Swing bezeichnet zum einen eine Stilrichtung des Jazz, der seine Ursprünge in der Zeit der 1920er und 1930er Jahre in den USA hat. Dort bildete sich aus vorangegangenen Stilrichtungen, wie dem Dixieland und dem Chicago-Jazz eine neue Musikrichtung heraus, die ihre Beliebtheit aus ihrer Tanzbarkeit ableitete.Zum anderen wird mit Swing wird eine ganze Gruppe von Tänzen bezeichnet, und ist zunächst die Bezeichnung für einen Tanzstil, welcher sich aus den afrikanischen Rhythmen Yoruba und Bantu sowie weißer Marschmusik entwickelte und in allen älteren Formen der Jazzmusik vorherrschend ist. Der Tanz entstand in den 1920er Jahren in New Yorks und wurde zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swingmusik weiterentwickelten, gespielt.
Die ursprüngliche Form des Swing stammt aus dem Hotel Savoy in Harlem und wurde als Lindy Hop oder Savoy-Style Swing bezeichnet. Die bekannteste Variante ist der Hollywood-Style Swing oder auch “Dean Collins Style” genannt. Er entwickelte sich Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre. Der Hollywood-Style war das weiße Gegenstück zum schwarzen Savoy-Style und wurde so benannt, weil er hauptsächlich für die Filmindustrie in Hollywood getanzt wurde. Wesentlich für die Filmumsetzung war, dass der Swingtanz durch verstärkte Showeinlagen zum Zweck einer telegeneren Wirkung präsentiert werden musste. So entfernte er sich von seinen ursprünglichen Wurzeln.
Die mitreißende Energie des Swing, die jazztypischen Improvisationen und die Offenheit für andere musikalische und tänzerische Einflüsse und andere Stile, haben zu einem weiten Spektrum an typischen Bewegungselementen geführt, welches sich bis heute weiter entwickelt.
Seit etwa 1985 gibt es ähnlich wie beim argentinischen Tango oder der Salsa ein Come Back des Swing in Europa.