Musik und Tanz

Mazurka Tanz

Dezember 28th, 2007

Die Mazurka ist ein Volkstanz, der wie die meisten Volkstänze in den verschiedensten Tanzformen überliefert wird, unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Schweden, Norwegen und den Niederlanden. Der Begriff Mazurka leitet sich von der polnischen Landschaft Masuren ab. Der Tanzname Mazurek ist erstmalig 1345 überliefert. Weitere Namen des Volkstanzes sind der Warschauer (Varsovienne), die Polka Mazurka oder die Masollka (Tirol). Für gewöhnlich wird die Mazurka im 3/4 Takt gespielt. Hauptmerkmale sind die charakakteristische Walzerbegleitung mit einer tiefen Viertelnote (Bass) und zwei darauf folgenden höheren Viertelnoten (Akkord). Ebenfalls typisch ist dabei die Wiederholung von einzelnen Motiven, Themen und ganzen Teilen, die durch einen kontrastierenden Mittelteil getrennt sind.

Unter August dem Starken (1697 bis 1763) wurden die polnischen Tänze in Sachsen gefördert, doch diese Tänze fanden damals kaum Anklang bei der ländlichen Bevölkerung. Erst ab 1840 erhielt die Mazurka ihren Einzug über Paris, die dort als Gesellschaftstanz gepflegt wurde, in Deutschland und fand jetzt schnell Verbreitung. Gleichzeitig verbreitete sich auch die Varsovienne (Warschauer).
International bekannt wurde die Mazurka durch Frédéric Chopin, der etwa 60 Mazurkas für Klavier komponierte. Die Melodie der Mazurka steht ursprünglich häufig in Moll, im alpenländischen Volkstanz dagegen finden sich jedoch meist Melodien in Dur.
In Österreich werden drei Hauptformen unterschieden: die Polka-Mazurka, der Warschauer und die freie Mazurkaform.
Eine ursprünglich aus der Gascogne stammende Mazurkaform namens Mazurka de Samatan wird auch in Deutschland in der Bal-Folk-Szene als französische Mazurka getanzt. Sie besteht aus vier Teilen: dem ersten Mazurkaschritt nach links vom Tänzer, bei dem auf den dritten Schritt leicht gehüpft wird, einem Walzerschritt mit einer Viertel-Drehung nach links, dem zweiten Mazurkaschritt mit einer Rechtsdrehung und direkt angeschlossen einem Walzerschritt mit einer ganzen Drehung nach rechts. Das Besondere an dieser Mazurka ist, dass in seinem Verlauf das Paar eine Vierteldrehung nach links und danach eine 5/4-Drehung nach rechts tanzt. Ähnliche Formen gibt es etwa auch aus dem Schwarzwald

Mambo tanzen lernen

Dezember 28th, 2007

Ursprünglich bezeichnet das kreolische Wort Mambo ein Gebet oder eine heilige Handlung und stammt aus dem afrikanisch geprägten Kuba.

Den ersten echten Mambo schuf Dámaso Pérez Prado. Er schuf unter anderem den allgemein bekannten “Mambo No. 5″, der vor gut zehn Jahren von Lou Bega gecovert wurde. Prado übernahm den Monzuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu entstandene Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Doch dieser Stil blieb nicht lange bestehen. Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner während des Zweiten Weltkrieges in die USA und speziell nach New York, wurde der Mambo durch die wechselseitige Beeinflussung um einige Stilelemente des Jazz ergänzt. Diese neue Mixtur ist bis heute als der Mambo bekannt. Die Ursprünge sind lediglich nur noch auf alten Plattenaufnahmen erhalten.
Mitte der 50er Jahre erreichte der neue New Yorker Mambo auch Europa, wo er sich sehr schnell einer großen Beliebtheit erfreute. Da bald einfachere und weniger komplexere Rhythmen wie Rumba oder Cha-Cha-Cha die Tanzflächen eroberten, verschwand der Mambo bald wieder von der Bildfläche.
Der Grundschritt beginnt auf dem zweiten Taktschlag, wobei der Herr mit Links nach vorne, die Dame mit Rechts nach hinten geht. Alle Schritte werden klein und zügig ausgeführt. Daneben gibt es eine Vielzahl an Figuren. Typisch für den Mambo sind Cross Body Lead, Scallop und Natural Top sowie die Abwandlung Open Break to Natural Top.
Der Mambo gehört nicht zum Welttanzprogramm, weshalb er nicht zum normalen Kursangebot einer Tanzschule gehört. Tatsächlich wird der echte Mambo kaum noch gelehrt. Von einigen Kursanbietern werden Salsakurse fälschlicherweise als Mambo-Lehrgang verkauft. Wer den Mambo trotzdem in einem Tanzkurs lernen will, sollte sich deshalb vorher informieren, ob es sich tatsächlich um den echten Mambo oder nicht vielmehr um Salsa handelt.

Lindy Hop Tanzen

Dezember 28th, 2007

Es ranken sich bei der Namensgebung des Lindy Hop einige Legenden um die Ursprünge des Begriffes. Einige Theorien besagen, dass Charles Lindbergh, der erste Mann, der den Atlantik im Flugzeug überquert hatte, Pate des Lindy Hop war.
Der Lindy Hop entstand in den 30er Jahren im Savoy Ballroom in New York. Da dieses Hotel sozusagen als Schmelztiegel für die Vermischung von schwarzer und weißer Musik galt, da hier alle Gesellschaftsschichten sämtlicher Ethnien aufeinandertrafen, liegt es nahe, dass der Lindy Hop, wie andere Musik- und Tanzstile auch, von hier aus Verbreitung fand. Er ist ein Tanzstil, den Charleston, Break-Away, Step-Tanz, andere Jazz-Tänze, traditionelle westafrikanische, aber auch europäische Tänze prägten. Als Gesellschaftstanz wird er vor allem zu zweit getanzt, wobei der Spaß an der Harmonie, dem Austausch von Bewegungsideen während des Tanzes und an der Musikinterpretation im Vordergrund steht. Er ist eng verwandt mit dem parallel dazu entstandenen Jitterbug und gehört zu den Tanzformen des Swing. Der Lindy Hop lebt von seiner charakteristischen Virtuosität und von seiner Improvisation, die ebenfalls für den Jazz typisch ist.
Der Tanz wurde von den “Whiteys Lindy Hoppers”, einer Showgruppe verbreitet, die ihren Tanz-Stil in den 1930er- und 1940er-Jahren auf den Bühnen in den USA, Europa und Australien populär machte. Der Tänzer der Gruppe, Frankie Manning entwickelte während dieser Zeit auch die ersten “Aerials“ – virtuos zur Musik passenden eingebaute Akrobatikelemente.
Seit Anfang der 80er Jahre erfreut sich der Lindy Hop auch in Europa zunehmender Begeisterung. 2005 gab es in London und New York bereits eine mehrere tausend Tänzer umfassende Fan-Gemeinde. Auch in anderen Großstädten trainieren Anhänger des Lindy Hop regelmäßig und veranstalten öffentliche Partys.

Lambada Tanzen

Dezember 28th, 2007

Lambada hat sich in den 1980er Jahren aus einer Kombination aus den Tanzstilen Carimbo und Merengue entwickelt und ist ein aus Brasilien stammender Paartanz.

Bekannt wurde der rhythmische Lambada, der sehr eng getanzt wird, 1989 durch den gleichnamigen Hit der Gruppe Kaoma. Der Song war eine portugisische Coverversion eines Stückes der bolivianischen Gruppe Los Kjarkas mit dem Titel “Llorando se fue” aus dem Jahr 1982, dennoch erlebte der neue Tanz nach dem Hit von Kaoma ein Eigenleben und löste einen kurzen Boom in den Tanzschulen aus, der sich aber ebenso schnell wieder auflöste. Nach 1994 tanzten die Brasilianer vermehrt zu Zouk. Der Tanzstil veränderte sich in der Art, so dass die Tänzer ihren Tanzstil nicht mehr nur Lambada nannten, sondern auch Lambada/Zouk, Lambazouk oder Zouk Brazilian Style. Dieser neu entwickelte Tanz besteht aus weichen, fließenden Bewegungen mit vielen Körperrollen, Kopfrollen und Cambrés für die Frau.
Heutzutage haben sich bereits verschiedene Stile innerhalb des Lambada/Zouk entwickelt, wobei man sich bei der Namensgebung immer noch nicht einig ist. Es haben sich dabei zwei regionale Stile herauskristallisiert: der Lambada/Zouk-Stil aus Rio de Janeiro und der Stil aus Porto Seguro. Der Tanzstil aus Rio de Janeiro charakterisiert sich durch tiefe Cambrés und Tables aus. Im Stil von Porto Seguro erfolgen die schnellen Chicotes, wobei der Kopf der Frau nach hinten geworfen wird und Bonecas, bei denen der Kopf der Frau sich in einer Acht bewegt. Bei all diesen Bewegungen gilt zu beachten, dass der Brustkorb das tragende Element des Kopfes ist. Dieser Tanz ist nicht stationär, sondern sehr dynamisch, was der Umsetzung verschiedener Musikstile zugute kommt.

Heute wird Lambada/Zouk getanzt in: Brasilien, Argentinien, USA, England, Holland, Spanien, Portugal, Schweiz, Japan und Australien. Im brasilianischen Bundesstaat Bahia wird der lambada-ähnliche Rhythmus Arrocha gespielt.

Karneval in Rio

Dezember 28th, 2007

Karneval in Rio – wer denkt da nicht an Samba, durchtanzte Nächte, Farbenpracht und südamerikanische Temperament? Der Karneval beginnt – ähnlich wie in den Karnevalshochburgen in Deutschland – offiziell am Freitag vor Aschermittwoch.

Organisiert wird der Karneval von den weltberühmten Samba-Schulen (Escolas de Samba) der Stadt. Jede Escola de Samba wählt jährlich für den Karneval in Rio ein bestimmtes Thema. Dementsprechend werden die Festwagen aufwändig und mit Liebe zum Detail dekoriert, und die Kostüme darauf abgestimmt. Zudem werden Rhythmus, Choreographie und Präsentation koordiniert. Diese Komponenten dienen als Beurteilungskriterien für die Preisrichter. Die meisten der prächtig kostümierten Darsteller haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, um sich die Kostüme leisten zu können, die sie hier nur kurze Zeit vorführen.

Pro Jahr steigen zwei Escolas de Samba mit den besten Punktzahlen aus der Ersten Liga in die Grupo Especial auf. Für die Gewinner der Grupo Especial gibt es einen Geldpreis. Wichtiger jedoch ist die Ehre, Mitglied einer Gewinner-Escola der Grupo Especial zu sein. Die Reihenfolge der einzelnen Paraden der Grupo Especial wird durch das Los bestimmt. Jede dieser Escolas tritt mit 3.000 bis 5.000 Teilnehmern an, aufgeteilt in 40 Gruppen mit 30 Festzugs-Wagen – die jeweils genau 75 Minuten Zeit für ihre Parade bekommen.
Die Tribünen Rio de Janeiros bieten Platz für etwa 60.000 Zuschauer. Die Paraden beginnen in der 700 Meter langen Arena des Sambódromo jeweils um 21 Uhr und dauern pro Festtag etwa 12 Stunden. Am Aschermittwoch findet schließlich die Punkte-Auszählung statt, die in den TV-Kanälen im ganzen Land live übertragen wird. Die Siegesfeier wird mit Feuerwerk und Freudenfesten der siegreichen Escola de Samba gefeiert. Die Karnevalsvorbereitungen für die nächste Saison beginnen unmittelbar nach der Parade. Subventioniert werden die hohen Produktionskosten auch durch private Sponsoren – ihre persönlichen Kostüme, die von jedem Träger gekauft werden müssen, sparen sich die einzelnen Teilnehmer der Paraden allerdings buchstäblich vom Munde ab.

Ein Karnevals-Museum innerhalb des Sambódromo ist das ganze Jahr geöffnet und bietet dem interessierten Besucher eine gute Möglichkeit, Tradition und Einzelheiten des Karneval in Rio besser zu verstehen.

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