Musik und Tanz

Salsa Tanzen Lernen

Dezember 28th, 2007

Salsa – wer denkt da nicht an kubanische Rhythmen und karibische Lebensfreude? In der Tat sind die ersten Ursprünge des überall auf der Welt populären Tanzes in Europa des 17. Jahrhunderts und – wen wunderts – in Afrika zu finden.
Franzosen und Spanier brachten den sogenannten Contredanse – einen damals verbreiteten Gruppentanz – zu Zeiten ihrer Kolonialherrschft auf die karibischen Inseln. Auf Hispaniola, dem heutigen Haiti und der Dominikanischen Republik begehrten französische Plantagenbesitzer gegen ihre Kolonialmacht auf und mussten zusammen mit ihren Sklaven auf das benachbarte Kuba fliehen. Franzosen und Afrikaner brachten so ihre Musik mit und so entstanden in Kombination mit der Gitarrenmusik der spanischen Einwohner Kubas die ersten Salsa-Rhythmen, die durch die afrikanischen Trommeln dominiert wurden. Die ersten Salsa-Sessions waren Improvisationen der einzelnen Musiker und Zuhörer, die sich im Rhythmus zur Musik mit Schultern, Oberkörper, Hüften und Knien wiegten.
Bis heute hat sich die Salsa regional zu unterschiedlichen Stilen entwickelt.
Auf Kuba unterscheidet man zwischen dem “Urbano”, der in Havanna häufiger Verbreitung findet, wobei der Mann oft lediglich im Stand die Frau um sich herumführt, und dem ländlichen “Montuno” mit wesentlich mehr Arm- und Oberkörperbewegung.
Die Salsa hat eine nicht unwesentlich erotische Komponente, dient sie auch zur Werbung um das andere Geschlecht. Die Sinnlichkeit des Tanzes heißt dabei allerdings nicht unbedingten engen Körperkontakt – die Partner umkreisen sich in vielen karibischen Tänzen oft ohne Berührung.
Der “New York Style” entwickelte sich unter kubanischem und puerto-ricanischem Einfluss in den 70er Jahren. Durch stilisierte Tanzschulelemente erfuhr die Salsa mehr Standardisierung. Zehn Jahre später entwickelte sich an der amerikanischen Westküste der “L.A.-Style”. Der “Cumbia Style” schließlich fand als weitere kolumbianische Variante Einzug in die USA.
Im Wesentlichen unterscheiden sich die Samba-Stile nicht so voneinander, dass man nicht mit Partnern aus anderen Tanzschulen tanzen könnte. Allen ist der Grundschritt und die Basisdrehung des “Cross body lead” gemeinsam.

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Rueda de Casino

Dezember 28th, 2007

Rueda de Casino

Ursprünglich kommt die Rueda de Casino aus Kuba und ist eine Variante im Rhythmus des Salsa-Tanzes. Er wird paarweise in Gruppen getanzt, wobei zwei bis zwölf oder auch mehr Paare möglich sind. Rueda ist spanisch und heißt in der Übersetzung Rad. Der Name deutet an, dass alle beteiligten Paare einen Kreis bilden, wobei sie jeweils die gleichen Figuren tanzen. Charakteristisch sind die Anweisungen des Sängers, die von den Paaren oftmals in Tanz-Improvisation umgesetzt werden.
Die Figuren sind im Gegensatz zum Square Dance, bei dem ebenfalls zu Kommandos getanzt wird, nicht normiert. Von anbietenden Tanzschulen werden gerade für Anfänger allerdings auch standardisierte Figuren vermittelt. Typisch für den Rueda de Casino sind Partnerwechsel, laute Ausrufe und sexuell anzügliche Figuren, was diesen Tanzstil zusammen mit dem populären Salsa-Rhythmus bei jungen Tänzern sehr beliebt macht.
Eine Rueda beginnt traditionell in der Tanzhaltung und wechselt dann nach ein paar Figuren in den Casino-Schritt. Für Anfänger empfiehlt es sich, die getanzten Figuren vorher zu vereinbaren, ansonsten bricht das Chaos aus! Neben vielen Figuren können auch kettenförmige oder sternförmige Formationen getanzt werden.
Bei sehr vielen Paaren kann man mehrere Kreise ineinander bilden. Einer der Tänzer wird zum “Cantantes” erklärt, der die Figuren ansagt, die als nächstes getanzt werden sollen. Der Ansager sollte neben einem guten Timing für die Kommandos auch über eine kräftige Stimme verfügen, um die Musik zu übertönen.
Die Rueda de Casino hat regional ihre eigenen Stile entwickelt. So wird sie in Miami, wo sie durch Exil-Kubaner Verbreitung gefunden hat und standardisierter ist, anders getanzt als beispielweise in kleineren Clubs in Havanna, wo die spontane Improvisation eine größere Rolle spielt.

Polka Tanzen

Dezember 28th, 2007

Die Polka ist ein schneller Volkstanz im lebhaften bis raschen Tempo. Die Polka wird nach einfacher Musik im Zweivierteltakt getanzt und besteht aus drei bis vier Reprisen zu 8, 12 oder 16 Takten, wobei die Bewegungen sind sehr schnell sind. Der Name bedeutet sowohl aus dem Tschechischen als auch aus dem Polnischen übersetzt “Polin”. Bis 1835 hieß der Tanz “Pulka” (=Hälfte) und wurde wurde dann in “Polka” umgetauft – man vermutet damalige Sympathien für die seinerzeit unterdrückten Polen dahinter. Ein Vorläufer der Polka im Tschechischen Volkstanz ist die „Nimra“. Die Grundform ist eine Folge von Wechselschritten (kurz-kurz-lang) mit Betonung auf dem ersten Kurzschritt, also abwechselnd auf dem linken und rechten Fuß. Ursprünglich wurde dieser Wechselschritt in Böhmen mit einem Hüpfer eingeleitet, in deutschen Regionen wurde er mit einem Hüpfer abgeschlossen. Die meist beschwingt anmutende Polka hat zum Thema oft einen melancholischen Hintergrund beispielsweise von einer verlorenen Liebe. Die Melancholie steckt in den Harmonien, der fröhliche Rhythmus hält durch den Tanz dagegen.

In Österreich gibt es innerhalb der Polka-Tanzstile einige Varianten. So gibt es die langsame Polka Franze mit einem Hüpfschritt nach dem Wechselschritt, die etwas schnellere Böhmische Polka, ebenfalls mit einem Hüpfer nach dem Wechselschritt, der Polka im mittleren Tempo ohne Hüpfer und die Schnellpolka ohne Hüpfschritt.

In der Lausitz und im Spreewald erfreut sich die sogenannte Annemarie-Polka großer Beliebtheit, bei der die Geschwindigkeit zunimmt und die Paare immer schneller tanzen müssen.

In den USA werden im “Polka Belt” zwischen Milwaukee und Texas regelmäßige Volksfeste europäischer Einwanderer zelebriert, auf denen die Polka-Tänze ein große Rolle spielen und alte Traditionen kultiviert werden. Im texanisch-mexikanischen Grenzgebiet entstand eine besonderen Form der Polka, der sogenannte Conjunto, bei dem Trillerpfeifen schnelle Akkordeonklänge begleiten.

Milonga Tanzen

Dezember 28th, 2007

Milonga

Die Bezeichnung Milonga bezeichnet sowohl die Milonga als schnelle Vorläuferin des Tango als auch eine Tanzveranstaltung, auf der sich Tangotänzer treffen, um sowohl Tango, Milonga als auch den Vals zu tanzen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Milonga in Südamerika entwickelt. Sie ist ein Mischung aus den Tänzen der eurpoäischen Einwanderer wie Walzer, Polka und Mazurka. Diese verbanden sich mit der Musik der Schwarzen und Kreolen. Ein unmittelbarer Vorläufer der Milonga ist die Candombe, ein zeremonieller Tanz der schwarzen Einwanderer. Dieses Sammelsurium an verschiedenen Stilen zusammen mit den Gesängen der Gouchos verschmalz schließlich zu der Milonga. Um 1880 begann man in Buenos Aires auch zu dieser Musik zu tanzen. Zunächst noch als fröhliche und schnelle Weise intoniert entwickelte sich später der schwermütigere Tango.
Die Milonga als Tanz wird im 2/4- oder 4/4-Takt notiert. Die Milonga wird in enger Umarmung getanzt, was einerseits eine genaue Führung durch den Mann voraussetzt, andererseits die Fähigkeit der Frau, die Führungsimpulse zu erkennen und umzusetzen.
Tangotänzer treffen sich zu speziellen Tanzveranstaltungen, dem Milongas. Rund um die Tanzfläche sind Tische angeordnet, es werden Tango, Milonga und der Vals getanzt. Jeweils drei bis fünf Musikstücke eines Typs bilden sogenannte Tandas. Milongas finden regelmäßig statt. Es werden vor Beginn oder auch während auch Tanzkurse oder Übungen angeboten. Der Ablauf einer Milonga wird durch verschiedene Verhaltensmuster geprägt, die sich von Veranstaltung zu Veranstaltung unterscheiden können. Auf einer traditionellen Milonga wird durch Aufnahme von Blickkontakt zum Tanz gebeten, wobei der Mann immer die Frau auffordert. Zwischen den Stücken sind gepflegte Small Talks üblich. Am Ende einer Tanda bedankt und verabschiedet man sich und der Mann begleitet die Frau zu ihrem Platz zurück.

Merengue Tanzen

Dezember 28th, 2007

Der Legende nach soll der Name des Tanzes Merengue seinen Namen ursprünglich aus der Schweiz haben, denn in dem Ort “Meiringen” sollen die “Baisers” erfunden worden sein. In Frankreich nannte man sie später “Meringues”. Sie wurden während der Kolonialzeit in der Karibik von den Franzosen mit nach Haiti gebracht und da Zucker der Hauptexportartile der Insel Hispaniola war, war die Verbindung zur Merengue geschaffen – zumindest nominel. Selbstverständlich gibt es noch weitere Theorien über die Enstehung.

Der Tanz an sich wurde von der Landbevölkerung Mitte des 19. Jahrhunderts getanzt. Ausgerechnet der Diktator Rafael Trjillos nutzte den Merengue in der 30er Jahren zu Propagandazwecken und ließ die Musik über die Radiostationen verbreiten. Nach dessen Tod 1961 erfuhr der Merengue weltweite Verbreitung erreichte in der Dominikanischen Republik Kultstatus.

Das berühmte “Festival del Merengue” im Juli in Santo Domingo ist der wichtigste Musik-Wettbewerb des Merengue.
Der Tanz wurde ursprünglich mit den ländlichen Instrumenten Tamboras, Guiras und dem Akkordeon begleitet. Lediglich zwei bis vier Musiker – auch “perico ripiaos” genannt – spielten auf kleineren Fiestas. Später kamen im großen Stil Piano, Bass und Blechbläser dazu. Später vermischte sich der Merengue mit Hip-Hop- und House-Elementen. Die Texte der Merengues beziehen sich auf enttäuschte Liebe, Frauen und Sehnsucht. Es werden aber auch mit lateinamerikanischem Humor alltägliche Themen aufgegriffen, die teilweise auch keine Sozialkritik auslassen.

Merengue wird als Paartanz getanzt. Mit jedem Taktschlag erfolgt gleichmäßig ein Schritt nach vorn, nach hinten oder zur Seite. Für den Tanzstil typisch ist eine markante Hüftbewegung bei jedem Schritt, wodurch der Merengue dem ihm eigene erotische Ausstrahlung erhält. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise, wobei die offene Tanzhaltung eher selten ist. Eine wichtige Rolle spielen bei den Drehungen die Arme, welche einzelne so genannte Wickefiguren und aufwändige Kombinationen erzeugen.

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